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Die Gründung

Die ersten Jahre


Lebensweise

Veränderungen

Kirche

Beziehungen

Sommer 1989

Kultur der Liebe

Struktur

Ausblick

Auf den folgenden Seiten
 
erfahren Sie etwas über

die innere Entwicklung

der Gemeinschaft und

 erhalten einen Einblick in

unseren geistlichen Weg,

unsere Spiritualität. Scrollen

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Die Gründung

Drei Jahre nach seiner inneren

Begegnung mit Jesus Christus

gründete Br. Elija am 24.April 1980

die Gemeinschaft Agnus Dei

Die ersten Jahre

Unser Leben ähnelte dem

Leben der Wüstenväter und

frühen Mönche. Das

konsequente geistliche Leben

führte uns in die erste Phase

der "inneren Reinigung". Um

diese Zeit war unser Leben

"weltabgewandt", ging es

doch darum, sich ganz auf die

Gottesbeziehung, die

Gemeinschaftsformung und auf

den eigenen inneren Weg zu

konzentrieren.
.

Seit 1982 leben wir in einem

kleinen Kloster über dem

Bodensee. Da alle Mitglieder

der Gemeinschaft katholisch

sind, gewann das

sakramentale Leben der Kirche

zunehmend an Bedeutung.

Bis zum Frühjahr 1985 war die

Gemeinschaft auf 12

erwachsene Personen und 5

Kinder angewachsen.

 

Lebensweise

Unser Leben ist einfach. In der Regel

erhalten wir viele Güter aus der Vorsehung,

d.h. im wesentlichen durch Spenden. Das

Wort Jesu: "Seht die Vögel unter dem

Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht

und sammeln keine Vorräte in Scheunen,

euer himmlischer Vater ernährt sie..."

(Matth. 6.26) ist für uns eine Realität, die

wir jeden Tag erfahren und die unser Leben

bis zum heutigen Tag prägt.

Die persönliche Besitzlosigkeit ist die

Realisierung des Wortes Christi: "Wenn Du

vollkommen sein willst, geh, verkauf Deinen

Besitz und gib das Geld den Armen, so wirst

Du einen bleibenden Schatz im Himmel

haben; dann komm und folge mir nach!”

(Mt. 19, 21-22)

Veränderungen

Im Frühjahr 1985 gab es

wesentliche Erweiterungen des

kommunitären Lebens. Wir

begannen, auch in der Nacht zu

beten. Das stille, kontemplative

Gebet (eucharistische Anbetung)

trat gleichberechtigt neben die

gemeinsamen liturgischen

Gebetszeiten (Chorgesänge,

Lesungen usw.).

Die stetig wachsende Zahl der

Kinder in der Gemeinschaft und

die Liebe zu ihnen schärfte

unseren Blick für das Unrecht

der Tötung ungeborener Kinder,

und wir suchten Wege, ihr

Lebensrecht genauso zu

schützen, wie das Lebensrecht

aller geborenen Menschen

geschützt wird. Die Spitze

eines Eisberges war zu sehen.

Die ersten Gedanken zum

Aufbau einer globalen "Kultur

der Liebe" begannen zu reifen.

Kirche

In den Jahren 1985-1988

entstanden viele Kontakte

innerhalb des kirchlichen

Bereiches. Wir begannen mit

anderen geistlichen Gemein-

schaften zusammenzuarbeiten

und veranstalteten zu diesem

Zweck Treffen, um einen inner

kirchlichen "Liebes- und

Verständigungsprozess"

einzuleiten, den sogenannten

"AUFBRUCH ZUM LEBEN." Um

diese Zeit fingen wir an, die

modernen Kommunikationsmittel

zu nutzen, um eine Fülle von

liturgischen und meditativen

Gesängen, z.T. in verschie-

denen Sprachen, zu erstellen

und weiterzugeben. Außerdem

entstanden Vortragsreihen von

Elija über den "geistlichen Weg

der Nachfolge Christi". Kirch-

liche Kreise luden uns ein und

erhofften von uns Impulse für

eine Erneuerung der Kirche.

Diese Arbeit setzen wir mit

unterschiedlichen Schwerpunk-

ten auch weiter fort.

Beziehungen

Die tiefste und uns am meisten

verbindende Beziehung ist die

Liebe Gottes zu uns und die

gemeinsame Liebe zu ihm. Aus

dieser Beziehung entfalten sich

verschiedene Beziehungen der

Liebe untereinander: die Jünger-

liebe, die eheliche Liebe als

Ganzhingabe zweier Personen

aneinander, die bräutliche Liebe

zu Christus,

die Liebe zu den

Kindern, die geschwisterliche

Liebe, die Liebe der Freund-

schaft, die Liebe des gemein-

samen Interesses usw.

Wir versuchen, diesen unter-

schiedlichsten Aspekten der

einen Liebe die ihnen jeweils

entsprechende Ausdrucksform

zu geben.

Sommer 1989

Wir hatten gespürt, daß der

Ausdruck unseres Lebens noch

nicht jene Freude und Freiheit

ausstrahlte, die aus der Begeg-

nung mit Gott eigentlich erwach-

sen müßte. Dabei stießen wir auf

Sperren und Hindernisse, die

weniger im Bereich des Willens

liegen, sondern im Bereich des

Unbewußten.

Die sog. Tiefenevangelisierung

leitete einen umfassenden

Reinigungs-und Klärungsprozeß

in der Gemeinschaft ein.

Als Frucht dieses Prozesses wurde

eine größere innere Freiheit und

Liebesfähigkeit erkennbar.

Kultur der Liebe

Unter Kultur der Liebe verstehen wir eine

Lebensweise, die nicht vom persönlichen

oder nationalen Egoismus bestimmt ist,

sondern versucht, Werte zu entfalten, die

allen Menschen dienen. Ausgangspunkt

für uns ist das christliche Gottes- und

Menschenbild.

Gerade die letzten Jahre brachten eine

weitere Öffnung nach außen, und es

ergaben sich Kontakte zu spirituellen und

alternativen Gemeinschaften, zu Ver-

tretern anderer Religionen und zu anderen

gesellschaftlichen Gruppierungen. Wir

hoffen auf eine breitgestreute Zusammen-

arbeit für eine
Kultur der Liebe.

Struktur

Nach der langjährigen intensiven

Wahrnehmung des Leitungs-

dienstes legte Bruder Elija 1996

weite Bereiche der organisato-

rischen Verantwortung innerhalb

der einzelnen Häuser in die Hände

von dazu bestellten verantwort-

lichen Geschwistern. Wichtige

Entscheidungen, die die ganze

Gemeinschaft betreffen, sollen

gemeinsam getroffen werden.

Dabei folgen wir einem geistlichen

Konsensprinzip, um den Willen

Gottes jeweils zu erspüren.

Die Mitgliedschaft in der Gemein-

schaft ist Sache einer Berufung,

die einer längeren beiderseitigen

Prüfung bedarf. Bei einem Eintritt

legen die Einzelnen Versprechen

ab, vergleichbar denen der

Ordensleute.

Ausblick

Vereinfacht kann man sagen:

Der geistliche Weg der

Nachfolge Christi geht für uns

nach innen (“Immanenz”),

nach oben ("Transzendenz”),

nach unten (in die eigenen

Tiefen) und nach außen (zu

den Menschen).

Das Gemeinschaftsleben hat

sich fruchtbar entfaltet, mit

den Kindern ist ein guter Weg

gefunden. Regelmäßig kommen

Menschen zu uns. Wir sind

offen für Besucher, die sich,

wenn sie länger als einen Tag

bleiben, in das gemeinschaft-
.

liche Leben einfügenIm Herzen

tragen wir weitere

Ausdifferenzierungen der

Gemeinschaft:

Ein Haus des Lebens ist im

Entstehen, in dem schwer-

punktmäßig schwangere

Frauen zur Geburt, während

und nach der Geburt begleitet

werden.  Hierbei denken wir

besonders an Frauen in einer

Konfliktschwangerschaft.

Das Haus liegt in Irndorf, nahe

dem Kloster Beuron.

Unser Vorhaben nimmt Schritt

für Schritt Gestalt an.

Wir haben eine freie Berat-

ungsstelle für schwangere

Frauen eingerichtet, die Hilfe

suchen. Tag und Nacht kann

man uns unter der Tel.Nr.:

07773/920677 erreichen.

Durch unsere Nachfolge Christi

mit allen Höhen und Tiefen

wächst die Hoffnung, daß in

unserem Leben die Liebe

Christi immer transparenter

werden kann und wir an dem

großen "Transformations-

prozeß" durch den Heiligen

Geist mitwirken können. Dabei

wollen wir helfen, daß die

 

Empfänglichkeit der Menschen

für ein Denken und Handeln

aus dem Geist Gottes wach-

sen kann. Es ist uns klar,

daß unsere Kräfte nicht

ausreichen. Es bedarf des

Zusammenwirkens der

"Menschen guten Willens" in

Einheit mit dem Willen Gottes,

um die Wende, die durch Tod

und Auferstehung Christi

bereits gekommen ist, in

unserer Welt zu realisieren.

Zum innersten Kreis der

Gemeinschaft gehören derzeit

27 erwachsene Personen, und

es leben 29 Kinder mit uns.